Samstag, 19. Mai 2012

Diagnose des griechischen Finanzsystems: Exitus

"Euro ohne Griechenland - die Folgen"   überschreibt die Financial Times Deutschland einen Artikel von Mathias Ohanian und Martin Kaelble. Darüber steht klein gedruckt: "Horrorszenario".

Zwei Aspekte sind zu korrigieren. Der Euro kommt ohne Griechenland, Spanien, Portugal, Irland usw. zurecht. Somit ist, allen voran, Griechenland ohne Euro.

Was das "Horrorszenario" angeht, so dient diese Kulisse nur der Angstmacherei. Sie soll den Durchhaltewillen stärken und es sollen noch mehr Mittel der deutschen Steuerzahler in die Pleiteländer fließen, damit sich, wer auch immer, einen goldenen Abgang schaffen kann.

Bezeichnend ist, dass die Apokalypse immer aus dem Bankensektor beschworen wird, Darum muss Deutschland mit ca. 86 Milliarden bluten, oder besser gesagt, ausbluten.

Ein frühes, dezidiertes "NEIN" der deutschen Politik hätte mehr bewirkt als Gefühlsduselei deutscher Politiker aller Parteien unter Leitung der Bundeskanzlerin und ihres Finanzministers, der nicht einmal im Stande ist, die deutsche Finanzgesetzgebung überschaubar zu machen, Die deutschen Politiker haben schlichtweg ihre Hausaufgaben nicht gemacht.

Die Frage: Wie wird es weitergehen?, stellt sich nicht. Folgende Feststellung ist angesagt: Es wird weitergehen!

Die Wähler in Deutschland sollten sich nur einmal bei ihren Volksvertretern umsehen. Sie werden feststellen, dass die Köpfe, insgesamt und lernunfähig, für das Desaster verantwortlich sind.

Europa war eine Nummer zu groß für die Agierenden, und wie sollen die alten Köpfe, die von einem Scheitern zum andere torkeln, eine neue politische Vision entwickeln?

Dazu fehlt ihnen das Potential.


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