Donnerstag, 17. Mai 2012

Merkel. "YES, SHE CAN"!

Und da meinten die US-Amerikaner, die deutsche Bundeskanzlerin sei mit Teflon überzogen und alles perle von ihr ab.

Merkel ist ein Perle, auch wenn ihr Glanz selten hervortritt und sie es schafft, als ein Mensch ohne Emotionen ihre Akzente zu setzen. Selbst wenn ihr Gesicht von einem schwachen Lächeln überzogen wird, lassen wir uns doch nicht täuschen, auch das ist aufgesetzt. Schon eher wird ihr sachlich neutral-ernstes Gesicht noch ernster mit einem Anflug an Missbilligung, wenn ihr wahrhaftig danach ist.

Nun hat Merkel es geschafft, dass sogar die Franzosen glauben, dass sie, die Bundeskanzlerin den ehemaligen Präsidenten Sarkozy ihren Kurs aufzwang.  Aus der deutschen Perspektive sah das alles ein wenig anders aus. Und nun will der neue französische Präsident an den Grundfesten Merkelscher Politik rütteln und den Fiskalpakt nach verhandeln. Als wenn wir nichts besseres zu tun hätten, als unseren französischen Freunden die Zeche für eine schlechte Haushaltsführung zu bezahlen.

Aber, Hollande sollte sich die Handlungsschemata Merkels gut ansehen. Ihr politischer Überlebenswille ist weitaus stärker als angenommen und in die Enge getrieben, weiß sie, die richtige Entscheidung zu treffen.

Nur, am Rückkopplungsmechanismus muss noch gefeilt werden.  Als Bundeskanzlerin hätte sie Röttgen, der sich vermutlich in der Endphase eines Burn-Outs befindet, als NRW-Kandidat verhindern müssen. Klar und knallhart, so, wie sie ihn jetzt entlassen hat.

Die Grundstrategie ihres Handelns ist richtig. Sie muss jetzt nur noch bei ihren zukünftigen Entscheidungen besser antizpieren, eben über die Rückkoppelung.

Die zukünftigen euro-politischen Entscheidungen sollten klar machen:

Yes she can.

Europa muss in den Rahmen des Überschaubaren zurück entwickelt werden. Griechenlands Rückkehr zur Drachme ist ebenso angesagt wie die Wiedereinführung der Peseta und der Lira. Und wenn Frankreich meint, dass es vieles besser machen kann, geben wir dem Land die Freiheit, den Franc wieder einführen zu können.

Vorher haben uns die in den Sand gesetzten Milliarden nicht gestört. Warum sollten uns einige hundert Milliarden Euro mehr bewegen"

Bezahlen können wir die Rechnung schon heute nicht mehr.

Oder?

Yes we can ...

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